Die besten Tipps für die Vogelfütterung

Vögel füttern macht Spaß und ist ein wichtiger Beitrag zum Vogelschutz. Viele Vogelfreunde füttern inzwischen das ganze Jahr über. Bei der Vogelfütterung sollten jedoch einige Ratschläge beherzigt werden, um keine bösen Überraschungen zu erleben oder den gefiederten Freunden Schaden zu zufügen. Nur wie stellt man es richtig an? Was hat sich bewährt und was sollte man aus Sicht der Vögel und der Umwelt besser vermeiden?

Auch wenn es rustikal ausschaut: so eine Futterstelle ist lieb gemeint, birgt aber einiges an Gefahren für unsere Vögel.

Tipp 1 | Keine Todesfallen und kein sinnloses Plastik. Immer Meisenknödel ohne Plastiknetz verwenden

Meisenknödel sind wahrscheinlich die bekannteste Art und Weise, Vögel zu füttern. Bleibt sie auch. Nur tut uns den Gefallen: verwendet keine Meisenknödel im Plastiknetz. Zum einen stellt das Plastiknetz eine nicht zu unterschätzende Gefahr für Vögel dar und zum anderen bleibt am Ende Plastik über, was Ihr entsorgen müsst. Besonders ärgerlich aus unserer Sicht, wenn im Wald und in Parks Meisenknödel aufgehängt werden und am Ende dann die Plastiknetze in der Natur bleiben. Wie Ihr die Meisenknödel dann anbringen sollt? Nutzt einen Meisenknödel-Ring und legt die Knödel dort hinein.

Tipp2 | Verwendet Futterautomaten. Sie sind die bessere Alternative zum Vogelhaus

Futtersilos und – spender sind die bessere Alternative zum Vogelhaus. Und das gleich aus mehreren Gründen: Kein Schmutz und keine Vogelkacke kann in das Futter gelangen. In einem Futtersilo ist das Futter auch weitestgehend vor Nässe geschützt. Und der Reinigungsaufwand hält sich auch in Grenzen: Sitzstangen können regelmäßig mit heißem Wasser und einer Bürste abgeschrubbt werden. Und wenn Ihr mehrer Futtersilos habt, kann der eine oder andere mit ins Haus genommen und dort gründlich gereinigt werden.

Haussperling und Stare am Futterspender

Haussperling und Stare am Futterspender. Es macht immer Sinn mehrere Spender mit unterschiedlichen Leckereien zu füllen. Einer allein führt schnell zu Zank und Streit unter den Gästen.

Tipp 3 | Nur das beste Futter ist gutes Futter

Abwechslungsreich, nahrhaft, möglichst frei von Füllstoffen, kein Ambrosia – so sieht im wesentlichen die optimale Fütterung für Körnerfresser aus. Für Amseln, Drosseln, Rotkelchen und den Zaunkönig solltet Ihr Äpfel, Rosinen und Haferflocken im Angebot haben.

Bezieht immer Euren Garten (falls vorhanden) in das Fütterungskonzept mit ein. Der Garten eines Vogelfreundes hat für Vögel immer Nahrung zu bieten! Komposthaufen, ein paar Beeren die am Strauch bleiben, hängengebliebene Äpfel, Sämereien an Stauden und Gräsern, Wildbeerensträucher.

Tipp 4 | Achtet auf Sauberkeit

Eines sollte klar sein: das Futterhaus muss sauber sein. Oder esst Ihr von dem selben Teller über mehrere Tage, ohne ihn zwischendurch abzuwaschen? Seht Ihr. Genau so verhält es sich im Futterhaus. Vögel hinterlassen ihren Kot und Spelzen, Futter kann nass werden. Optimale Bedingungen für Bakterien und Krankheitserreger.
Altes, nasses oder verschmutztes Futter fliegt bitte in den Müll. Ebenso völlig ungeeignet sind Küchenabfälle, Brot oder Essensreste. Und auf dem Boden hat Futter auch nix verloren.

Unser Tipp: bevor Ihr das Futterhaus befüllt, entsorgt das alte Futter und kratzt Vogelkot mit einer Drahtbürste oder Schwamm weg. Regelmäßig – auf jedem Fall aber bevor Ihr mit der Winterfütterung startet und wenn ihr damit wieder aufhört – sollte das Vogelhaus mit einem Desinfektionsmittel gesäubert werden.

Tipp 5 | Achtet auf unliebsame Besucher

Eine Maus am Futterhaus ist kein Problem. Ernster wird es, wenn Ratten das Futterhaus für sich entdecken. Damit es gar nicht erst dazu kommt, haltet Euch an diese einfachen Regeln:

  • Schüttet Futter niemals großflächig aus
  • Verwendet Futtersilos – hängt diese schwer erreichbar für kleine und große Kletterkünstler auf (z,B. an Drähten oder Schnüren)
  • Verschließt die Vogelfutter – Vorratsboxen – oder tüten sehr sorgsam

Die Wanderratte hat es leicht, an das Futter heranzukommen | Bild: Wanderratte am Vogelfutterhaus
Wikimedia / Autor LOSCH | Lizenz: Frei nutzbar unter Namensnennung

Tipp 6 | Mehrere Futterstellen sind besser als eine… und abwechslungsreich sollte es sein

Verteilt mehrere kleine Futterstellen im Garten. So könnt Ihr sehr gut verhindern, dass die Vögel sich stressen. Macht es doch so, dass Ihr an einer Stelle eher Weichfutter für Amseln, Drosseln und Rotkehlchen anbietet und an einem anderen Platz Futtersilos für Körnerfresser. Für die flinken Meisen könnt Ihr Ringe mit Meisenknödeln oder Fettfutter an wieder einer anderen Stelle anbringen.

Im Garten eines Vogelfreundes gibt es natürlich auch jede Menge natürliches Vogelfutter. Wildbeerensträucher, Samenstände an Stauden und Gräsern, Komposthaufen sind hervorragende Futterquellen. Ganz klar, dass in einem vogelfreundlichen Garten davon reichlich vorhanden ist.

Tipp 7 | Wasser sollte nie fehlen

Eine Vogeltränke gehört in den Garten. Bei Hitze und Trockenheit bietet die Vogeltränke Abkühlung und schützt die Vögel vor dem Verdursten. Was viele nicht wissen: auch im Winter sollte den Vögeln Wasser angeboten werden. Leider gefriert das Wasser im Winter aber relativ schnell. Damit Ihr nicht ständig das Wasser erneuern müsst, gibt es am Ende nur die Möglichkeit, eine Heizung unter die Vogeltränke zu stellen.

Eine gute Möglichkeit das Wasser eisfrei zu halten ist Verwendung einer Grabkerze, die unter der Vogeltränke aufgestellt wird. Natürlich muss die Tränke dann aus feuerfesten Materialen sein. Für diese Konstruktion eignen sich Vogeltränken aus gebrannten Ton, Metall oder Emaille. Und so funktioniert es:

  • Einen Pflanzstein aus Beton aufstellen
  • Eine Grabkerze dort platzieren
  • Schale mit Wasser auf den Pflanzstein stellen

Es ist unbedingt darauf zu achten, dass die Konstruktion nicht umfallen kann. Vor allem die Grabkerze darf nicht in die Nähe entzündlicher Materialien kommen. Selbstverständlich muss die Vogeltränke im Winter stets gereinigt und sauber gehalten werden (beachte unseren Vogeltränken-Ratgeber).

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