Für Vogelschützer erste Wahl: Kaffee in Bio-Qualität; unter Bäumen gewachsen

Mit jeder Tasse Kaffee aktiven Vogelschutz betreiben

Für die meisten unter uns gehört Kaffee einfach zum Tag. Natürlich gilt das auch für Naturfreunde und Vogelschützer. Bei der Auswahl des Kaffees lässt sich hervorragend Genuss und Naturschutz miteinander verbinden: Bio Kaffee, gewachsen unter Schattenbäumen bewahrt die Artenvielfalt in den Kaffeeplantagen. Vögel profitieren von dieser Anbaumethode. Mit jeder Tasse Bio-Kaffee lässt sich so ein Stück Artenvielfalt erhalten. Wenn das kein Grund ist, sich gleich die nächste Tasse zu brühen.

Orangenschnabel-Nachtigalldrossel ( Catharus aurantiirostris ). Eine Vogelart der Bio-Kaffeefarmen | Photo by Nigel Voaden | FLICKR | Unter CC BY-SA 4.0 Lizenz Keine Bearbeitung

“Schattenkaffee” – bewahrt die Vogelwelt  und sichert die genetische Vielfalt der Baumarten

Kaffee kann auf zwei unterschiedlichen Wegen angebaut werden: auf freiem Feld oder unter einem schützenden Dach großer Bäume. Wird Kaffee unter schattenspendenden Bäumen angebaut, hat dies riesige Vorteile für die Umwelt und eben auch für die Vogelwelt in den Plantagen. Studien in Mexiko ergaben, dass auf traditionellen Kaffeeplantagen im Vergleich zu Kaffee-Monokulturen fast doppelt so viele Vogelarten vorkommen.

Der Grund für die ungleich höhere Vielfalt an Vogelarten in den traditionellen Kaffeefarmen liegt im Nahrungsangebot, welches durch die Kombination aus Kaffeepflanzen und Schattenbäumen entsteht: Mehr als 200 Insektenarten finden sich auf Kaffeepflanzen, weitere in den Schattenbäumen selbst; hinzu kommen die Samen und Früchte der Bäume. Insektenfressende Vögel profitieren also ebenso wie Vogelarten, die auf Samen, Früchte und Nektar spezialisiert sind.

Für den Erhalt der genetischen Vielfalt der Waldbäume nehmen samenfressende Vögel eine Schlüsselrolle ein. In den waldartigen Schatten-Kaffeefarmen können sich die Vögel barrierefrei bewegen und die Samen der Bäume verbreiten. Regionale Genpools bleiben so erhalten und sorgen innerhalb einer Art für eine bessere Anpassung an sich ändernde Umweltbedingungen. Auch für die zukünftige Wiederbewaldung der Kaffeefarmen ist es natürlich von Vorteil, wenn bereits im laufenden Betrieb der Kaffeeplantage Lebensräume für samenfressende Vögel vorhanden ist. 

In den Schattenkaffee-Farmen fühlt er sich wohl: Der Orange-Manakin | Photo by Francesco Veronesi | FLICKR | Unter CC BY-SA 4.0 Lizenz Keine Bearbeitung

Video: Traditionell bewirtschaftete Kaffeefarm.

Einen Vogelschützer erkennt man eben auch am Kaffeegenuss

Kein Zweifel: Mit jeder Tasse Bio-Kaffee schützen wir unmittelbar die Vogelwelt in den Anbaugebieten und tragen zum Erhalt der Artenvielfalt bei. Die Ökosystemleistungen, die Vögel in den Bio-Kaffeeplantagen erbringen sind enorm. Auf Pestizide kann und wird verzichtet, die Farmen selbst sind Lebensraum. Am Ende eine echte Win-Win-Situation für Farmer und Vögel. 

LINKTIPP: Unsere Freunde von Ökopunk haben einen spannenden Beitrag veröffentlicht, wie sich Kaffeegenuss und Naturschutz toll ergänzen: Vom Kaffeetrinker zum Umwelt- und Naturschützer. Ab der ersten Tasse Kaffee.

Vorheriger Beitrag
Wir bauen einen Hirschkäfermeiler
Nächster Beitrag
Mit jeder Tasse Bio-Kaffee aktiv im Fledermausschutz

Ähnliche Beiträge

Menü